Trompete, Kornett, Horn

Diese drei Instrumente werden ganz genau gleich gespielt. Deshalb ist ein Wechsel zwischen diesen Instrumenten jederzeit völlig unproblematisch möglich.

 

Trompete

Die Trompete gehört zur Familie der Blechblasinstrumente. Sie ist ein 130 cm langes Metallrohr, welches – damit es handlicher wird – gewunden wird. Am einen Ende wird das Kesselmundstück befestigt, am anderen Ende weitet sich die Mensur der Röhre allmählich zu einem ca. 12 cm grossen Schalltrichter (Stürze). Das Instrument wird längs gespielt, wobei die rechte Hand den Ventilmechanismus bedient, während die linke Hand das Instrument hält. Das Metall der Trompete besteht aus Messing und wird entweder versilbert oder lackiert.

Trompeten kommen in verschiedenen Grundstimmungen vor. Die Gebräuchlichste (mit welcher der Unterricht in der Regel gestartet wird) ist die B-Trompete. Der Klang der Trompete ist hell, strahlend, kraftvoll, majestätisch. Die Trompete hat aber viele Klangfacetten; sie kann zu virtuoser Beweglichkeit oder zu sentimentalem Pathos, zu parodistischen oder dramatisch akzentuierenden Effekten eingesetzt werden. Der Tonumfang reicht über 2 ½ Oktaven in der Sopranlage.

Ein Ton wird erzeugt, indem Luft durch die gespannten Lippen geblasen wird, und die Lippen dadurch am Mundstück in Schwingung versetzt werden. Die Tonhöhen werden einerseits mit den drei Ventilen, und andererseits mit der Lippenspannung erreicht. Daher ist es wichtig, die Lippenmuskulatur durch ständiges Üben aufzubauen. Die Trompete verlangt ein gutes Hinhören und Verfolgen der Melodie, damit die richtigen Naturtöne mit den Lippen angespielt werden können.

Die Geschichte der Blechblasinstrumente begann vor sehr langer Zeit. Bis ins Jahr 1400 gab es nur Trompeten in gerader Form und bis ins Jahr 1800 waren die Trompeten ventillos (sog. Natur-Trompeten), d.h. es konnten nur die Naturtöne geblasen werden. Erst um 1820 erhielt die Trompete Ventile, womit nun auch die chromatischen Töne zwischen den Naturtönen gespielt werden konnten.

Die Trompete ist ein Orchesterinstrument und kommt in allen Sparten der Musik vor: von der Volksmusik, über barocke und klassische Musik bis hin zu Jazz und Rock/Pop.

Mitspielmöglichkeiten gibt es in (Trompeten-) Ensembles, in Blasorchestern, Symphonieorchestern, Jazz-Combos und Big-Bands. Aber auch als solistisches Instrument (z.B. in der Kirche mit Orgelbegleitung) kann die Trompete wunderbar eingesetzt werden.

Der Schwerpunkt der Trompete ist etwas weiter vom Körper entfernt, weshalb das längere Halten des Instruments den kleineren Kindern noch etwas Mühe bereiten kann. Daher empfiehlt es sich oft, zuerst mit dem Kornett anzufangen.

 

Kornett

Das Kornett ist im Prinzip das kleinere Geschwister der Trompete und gehört somit zur Familie der Blechblasinstrumente. Auch Kornetts kommen in verschiedenen Grundstimmungen vor. Das gebräuchlichste (mit welchem der Unterricht in der Regel gestartet wird) ist das B-Kornett. Der Klang des Kornetts ist gegenüber der Trompete etwas weicher und runder. Der Tonumfang reicht über 2 ½ Oktaven in der Sopranlage.

Seinen Ursprung hat dieses Instrument in Frankreich wo es durch virtuose Kornettisten wie Jean-Babtiste Arban populär gemacht wurde. Es entstand aus dem Posthorn, als ein solches mit Ventilen konstruiert wurde. In diesen Jahren bot das Kornett der Trompete harte Konkurrenz und war zuerst noch wichtiger als diese. Erst später waren die beiden Instrumente dann gleichgestellt.

Das Kornett ist ein Orchesterinstrument und kommt in allen Sparten der Musik vor: von der Volksmusik, über barocke und klassische Musik bis hin zu Jazz und Rock/Pop.

Mitspielmöglichkeiten gibt es in Ensembles, in Blasorchestern und Brass-Bands. Aber auch als solistisches Instrument (z.B. in der Kirche mit Orgelbegleitung) kann das Kornett wunderbar eingesetzt werden.

 

Horn (Flügelhorn)

Das Flügelhorn gehört wie die Trompete und das Kornett zur Familie der Blechblasinstrumente und ist im Prinzip das dritte im Bunde dieser sehr ähnlichen Instrumente. Das Flügelhorn kommt ausschliesslich in der Grundstimmung B vor. Der Klang des Flügelhorns ist sehr weich und rund und noch etwas molliger als derjenige des Kornetts. Der Tonumfang reicht über 2 ½ Oktaven in der Sopranlage.

Das Flügelhorn wird ganz genau gleich gespielt wie die Trompete oder auch das Kornett. Deshalb ist ein Wechsel zwischen diesen Instrumenten jederzeit völlig unproblematisch möglich.

Seinen Ursprung hat dieses Instrument im Signalhorn. Es wurde etwa gleichzeitig mit der Trompete, also ums Jahr 1820, mit Ventilen ausgestattet. Bereits im 18. Jahrhundert bezeichnete „Flügelhorn“ das Instrument des Flügelmeisters, der die Funktion hatte, mit seinen Signalen die verschiedenen Flügel einer Jagdgesellschaft zu koordinieren. Gleichzeitig wurde es wohl auch in der Marschkompanie des Militärs als Signalinstrument verwendet.

Das Flügelhorn wird sehr oft in der Volksmusik eingesetzt. Doch nicht nur! Auch in der Jazzmusik (solistisch und Bigband) und in Blasorchestern erfreut sich dieses wunderschöne Instrument immer grösserer Beliebtheit.

Mitspielmöglichkeiten gibt es in Ensembles, in Blasorchestern, Brass-Bands und Jazz-Combos.

 

Lehrperson: Marc Joho